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Kosten & Entscheidung

Social Media: Agentur oder selbst machen? Vier Wege im Vergleich

Bei vielen Betrieben macht Social Media gerade jemand nebenbei, oder seit Monaten niemand. Hier steht ehrlich, wann welcher Weg trägt. Auch der, an dem wir nichts verdienen.

Matthias MackenbachHead of VAN MACKENBACH

· 5 Min. Lesezeit

Kosten
Social Media mit Agentur oder selbst machen: Grafik mit vier Bahnen, nur eine erreicht den Zielpunkt

Social Media mit einer Agentur oder selbst machen? Wir haben ein Eigeninteresse an der Antwort. Deshalb steht hier auch, wann du uns nicht brauchst.

Agentur oder selbst machen: die vier Wege im Überblick

Du kannst es selbst machen, jemand im Betrieb macht es nebenbei, du schaffst eine eigene Stelle, oder du gibst es nach draußen. Jeder Weg hat einen Betrieb, zu dem er passt.

Macht es der Chef selbst, lohnt eine ehrliche Rechnung, ob seine Zeit in der Führung nicht besser investiert ist. Bei der Buchhaltung kennt jeder die Antwort: Wer sie nicht gern macht, stellt irgendwann eine Buchhalterin ein oder gibt sie dem Steuerberater.

Nebenbei kostet erst einmal kein extra Geld. Der Vorteil ist real. Nur bleibt die Aufgabe in den meisten Fällen liegen, und oft hat jemand zugesagt, weil der Chef Druck gemacht hat, ohne dafür ausgebildet zu sein. Du würdest auch niemanden aus dem Lager in den Vertrieb setzen und hoffen, dass es gut wird.

Social Media selbst machen im Unternehmen: wann das klappt

Es gibt Betriebe, bei denen das intern gut läuft. Dahinter steht fast immer eine Person, die für das Unternehmen brennt und zu einer Art Corporate Influencer wird. Solche Leute sind schwer zu finden.

Ein IT-Dienstleister, den wir selbst gern verfolgen, macht das sehr gut. Dort ist innerhalb der Firmenmarke eine Personenmarke entstanden, mit einer starken Mischung aus Comedy und Produktmarketing, und die Klickzahlen geben ihm recht. Wir schätzen, dass die Person das als Hauptaufgabe macht.

Einen Haken sehen wir trotzdem. Die Personenmarke ist inzwischen stärker als die Firmenmarke, und das geht so lange gut, wie die Person im Unternehmen bleibt. Deshalb holen wir bei unseren Kunden bewusst mehrere Leute aus dem Betrieb vor die Kamera.

Der Azubi nebenbei: was dabei schiefgeht

Der Chef sagt: „Der Azubi macht das jetzt mit.“ Am Anfang weiß der Azubi nicht, wo er anfangen soll, weil Social Media eine komplexe Aufgabe ist. Dann kommen die ersten Videos, und die Führung schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Typischer Satz: „Super coole Idee, aber irgendwie weiß ich nicht.“ Die Aufgabe macht dem Azubi keinen Spaß mehr, und nach zwei, drei Monaten ist die Puste raus. Vieles, was in der Zeit produziert wurde, kommt nie online.

Am Talent liegt das selten. Es liegt an der Zeit.

Social Media ist eine Nebenaufgabe, und Nebenaufgaben verlieren gegen alles, was gerade wichtiger aussieht. Ein typischer Fall ist die Messe. Gerade die Vorbereitung wäre guter Content, aber die Person, die Social Media macht, gilt intern als Marketing-Expertin und steckt plötzlich selbst in der Messeplanung. Fair gesagt kann der Azubi-Weg auch funktionieren, wir erleben es nur selten.

Social-Media-Manager einstellen: was die eine Person können müsste

Marketing lohnt sich sehr früh, denn es ist ein Vertriebsinstrument. Du gehst ja auch zu Kundenterminen und verkaufst. Ob du dafür einen Social-Media-Manager einstellen musst, steht auf einem anderen Blatt.

Diese eine Person müsste nah an den Trends sein, im besten Fall selbst aus der Gen Z. Dazu müsste sie skripten, mit der Kamera drehen, Licht und Ton machen, Texte schreiben, die Community im Blick behalten und die Zahlen lesen wie ein guter Vertriebler. Und sie müsste kreativ und gewissenhaft zugleich sein, zwei Typen, die selten in einem Menschen stecken. Kreative Leute suchen außerdem Abwechslung, die ein einzelner Kanal im Mittelstand kaum bietet, weshalb viele dieser Stellen nach einer Weile wieder frei sind.

Was so eine Stelle kostet, haben wir mit dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Artikel zu den Kosten von Social Media Marketing durchgerechnet. Und wir haben Kunden mit über zehn Leuten im Marketing, die Social Media trotzdem bei uns auslagern. Die Qualität bekommen sie intern nicht hin, und sie wollen jemanden, der verbindlich liefert.

Social Media: Freelancer oder Agentur?

Ein Freelancer ist oft günstiger. Das ist zugleich das Problem. Mit seinen Preisen kann er keine Handvoll Kunden exklusiv betreuen, er braucht viele kleine Aufträge.

Dazu kommt der Ausfall. Niemand stellt seine Produktion auf eine einzige Person und hofft, dass sie nie krank wird. Ein Mutterschutz dauert laut Mutterschutzgesetz in der Regel 14 Wochen, sechs vor und acht nach der Geburt, und in der Zeit steht dein Kanal.

Trotzdem gibt es den Fall, in dem wir zum Freelancer raten: bei kleinem Budget und wenn ihr nur Fotos oder Videos braucht, auch regelmäßig. Skripte und Einplanung bleiben dann bei euch, und dort sitzt jemand, der das kann. Die ganze Aufgabe würden wir keiner einzelnen Person geben.

Aus der Praxis: der Termin, der stattfindet

Fast jeder Betrieb, der zu uns kommt, hat es vorher selbst versucht. Dann ist die Person gegangen, krank geworden oder in den Mutterschutz, und die Aufgabe lag.

Was Kunden danach als Erstes merken, ist banal. Der Termin findet statt. Tim Gelhausen hat das in seinem Video so gesagt:

„Das ist wie beim Sportkurs: Wenn du einen Termin im Kalender hast, […] dann machst du das auch.“

Till Idelberger, Geschäftsstellenleiter der Provinzial in Waldbröl, hatte es vorher ebenfalls selbst versucht. Sein Satz heute:

„Ich habe kaum Zeitaufwand und Bombenergebnisse.“

Bei uns hat jeder Schritt seine Person: Konzept, Dreh, Schnitt, Texte, Auswertung. Wir betreuen rund 15 Kunden auf Instagram, TikTok, Facebook und weiteren Kanälen und stehen rund 90 Tage im Jahr in echten Betrieben. Liefern wir nicht, verlieren wir Geld. Diese Verbindlichkeit von außen fehlt der Lösung im eigenen Haus.

Wann wir die falsche Wahl sind

Wenn du hoffst, dass Social Media deine Vertriebsprobleme löst, und zwar sofort. Dafür ist organisches Social Media das falsche Produkt, dann bringen dir Social Ads mehr.

Und wenn du es zwei, drei Monate ausprobieren willst. Organisches Wachstum ist ein Marathon. Ab und zu landet man einen viralen Hit und gewinnt viele Follower, von denen die meisten nie bei dir kaufen werden. Das ist eher etwas fürs Ego. Wer schnell einen hohen Return on Invest sehen will, dem sagen wir das im Erstgespräch direkt.

Was du als Nächstes machen kannst

Bevor du mit irgendwem sprichst, kläre zwei Fragen. Soll die Aufgabe kontinuierlich erledigt werden, oder reicht ab und zu ein Video? Und passt ein Anbieter, der Viralität verspricht, überhaupt zu deiner Branche? Beim Restaurant ist die Zielgruppe riesig, in einer trägen Branche wie Versicherungen oder im produzierenden Gewerbe ist ein virales Video kein Maßstab.

Dann recherchier. Frag im Unternehmerkreis nach einer Empfehlung, such über Google, oder geh mit Claude oder ChatGPT ins Sparring. Willst du vorher wissen, wo dein Kanal heute steht, mach den kostenlosen Social-Media-Check. Wenn du Social Media auslagern willst, ohne selbst dranzubleiben, schau dir unser done-for-you-Modell an.

Quellen

Häufige Fragen

Kann der Azubi unser Social Media nebenbei machen?

Er kann, und manchmal klappt das auch. Meistens erleben wir aber denselben Verlauf: Erst weiß er nicht, wo er anfangen soll, dann gefallen die ersten Videos nicht, und nach zwei, drei Monaten schläft es ein. Am Talent liegt das selten. Social Media ist für ihn eine Nebenaufgabe, und sobald etwas Wichtigeres ansteht, rutscht sie nach hinten.

Ab wann lohnt sich ein eigener Social-Media-Manager?

Marketing lohnt sich sehr früh, weil es ein Vertriebsinstrument ist. Ob es dafür eine eigene Stelle braucht, ist eine andere Frage. Die eine Person müsste skripten, drehen, Licht und Ton machen, Texte schreiben, die Community betreuen und die Zahlen lesen. Wir haben Kunden mit über zehn Leuten im Marketing, die uns trotzdem für Social Media beauftragen.

Ist ein Freelancer günstiger als eine Agentur?

Oft ja, und bei kleinem Budget kann das die richtige Wahl sein, vor allem für Fotos und Videos, wenn ihr Skript und Planung selbst gut im Griff habt. Die ganze Aufgabe würden wir keiner einzelnen Person geben. Ein Freelancer braucht viele kleine Aufträge zum Leben, und wird er krank, steht dein Kanal.

Wie lange muss man Social Media machen, bis es wirkt?

Organisches Wachstum ist ein Marathon. Wer es zwei, drei Monate ausprobieren will, verbrennt meistens nur Geld. Ein viraler Hit bringt vielleicht viele Follower, aber selten die, die bei dir kaufen. Brauchst du kurzfristig Anfragen, sind bezahlte Anzeigen der schnellere Weg.

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